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Deutscher Familienverband

Landesverband NRW e.V.

Eric Winnen

Die Landesregierung NRW will die Rechte von Kindern ausdrücklich im Grundgesetz festschreiben lassen. Das Kabinett hat deshalb beschlossen, einen Antrag zur Änderung des Grundgesetzes in den Bundesrat einzubringen. Die Stellung von Kindern in der Gesellschaft soll gestärkt und das allgemeine Bewusstsein dafür geschärft werden, dass Kinder eigene Grundrechte haben, die zu respektieren sind. "Ziel ist es, einen neuen Absatz 5 in Artikel 6 des Grundgesetzes zu erwirken, der die Grundrechte von Kindern maßgeblich berücksichtigt. Kinder sollen damit endlich den Stellenwert in unserer Gesellschaft bekommen, der ihnen zusteht. Durch die Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz werden Kinder und Jugendliche endlich nicht mehr Objekte rechtlicher Bewertung, sondern eigenständige Rechtspersönlichkeiten. Die Kinder von heute sind die Erwachsenen von morgen. Sie sind unsere Zukunft." Der neue Absatz im Grundgesetz soll zwei zentrale Elemente und Grundprinzipien der UN-Kinderrechtskonvention enthalten, die im geltenden Recht und in der Rechtspraxis derzeit noch nicht hinreichend beachtet werden. Das ist zum einen das "Kindeswohlprinzip" aus Artikel 3 Absatz 1 und das "Recht auf Beteiligung und Berücksichtigung" aus Artikel 12 Absatz 1. Viele Verbände, Nicht-RegierungsOrganisationen und Persönlichkeiten fordern bereits seit Jahren, die Rechte von Kindern


durch Erwähnung im Grundgesetz zu bekräftigen. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 1968 sind Kinder Träger subjektiver Rechte, Wesen mit eigener Menschenwürde und einem eigenen Recht auf Entfaltung ihrer Persönlichkeit. Das Grundgesetz erwähnt Kinder bislang jedoch ‚nur als Objekte der Pflege und Erziehung der Eltern. Das Grundgesetz trägt in seiner jetzigen Fassung dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes nicht Rechnung. Als 1994 Artikel 3 Absatz 2 des Grundgesetzes die Gleichberechtigung von Männern und Frauen zum Staatsauftrag erhob, wurde dies als Symbolpolitik kritisiert. Die Folge war jedoch eine umfassende Gleichstellungspolitik. Wenn der Gesetzesantrag zu den Kinderrechten im Bundesrat mehrheitlich beschlossen wird, hat der Deutsche Bundestag noch bis zum Ende seiner Legislaturperiode Zeit, eine solche Verfassungsänderung mit der notwendigen Zweidrittelmehrheit zu beschließen. Hier geht es zur Pressemitteilung des MFKJKS.

Dienstag, 02 Mai 2017 14:52

Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen"

Immer mehr Menschen wenden sich an das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen". Über 34.400 Beratungen im Jahr 2016 – auch von immer mehr Frauen mit Fluchthintergrund. Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ veröffentlicht heute (Donnerstag) den vierten Jahresbericht. Er zeigt: Im Jahr 2016 wurde das bundesweite Beratungsangebot über 34.400mal per Telefon, Chat und E-Mail in Anspruch genommen. Das ist ein Anstieg von rund 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Seit 2013 verzeichnete das Hilfetelefon damit über 100.000 Beratungskontakte. Am häufigsten wurde im vergangenen Jahr zu Fällen häuslicher Gewalt (circa 60 Prozent) und sexualisierter Gewalt (12 Prozent) beraten. In 16.000 Fällen konnten die Expertinnen des Hilfetelefons an örtliche Unterstützungseinrichtungen wie Frauenhäuser oder Beratungsstellen weitervermitteln. Starker Zuwachs bei Beratungen in einer Fremdsprache. Das mehrsprachige Beratungsangebot des Hilfetelefons wird häufig genutzt: In über 1.600 Beratungsgesprächen wurde eine Dolmetscherin hinzugezogen, im Vorjahr war das nur 700mal der Fall. Deutliche Zuwächse gab es bei Beratungen auf Arabisch und Farsi, die unter den Fremdsprachen am häufigsten nachgefragt wurden. 944 Beratungen fanden im Flüchtlingskontext statt.

Mit großer Sorge beobachten viele im Paritätischen in diesem Wahljahr rechtsradikale und rassistische Erscheinungen, die wir längst überwunden glaubten. Vor diesem Hintergrund verabschiedete der Verbandsrat des Paritätischen Gesamtverbandes am 07. April 2017 Grundsatzpapiere. Bei dem Papier mit dem Titel "Vielfalt ohne Alternative - gegen rechte Demagogen - für eine solidarische Politik" handelt es sich um eine Resolution, die sich in allgemeiner Form mit rechtsradikalen Erscheinungen in diesem Wahljahr 2017 auseinandersetzt. Die Hintergründe für diese Erscheinungen sind vielschichtig und komplex. Der Verband wird sich daher auch mit weiteren ursächlichen Faktoren auseinandersetzen. Gleichwohl legt der Verbandsrat ganz bewusst den Schwerpunkt auf die Problematisierung sozialer Ungleichheit und sozialer Unsicherheit bei einem immer größeren Teil der Bevölkerung. Dieses Papier ist für die breite Veröffentlichung in diesem Wahljahr gedacht

Dienstag, 02 Mai 2017 17:25

LSVD: Regenbogenfamilien im Recht

In Deutschland gibt es die unterschiedlichsten Formen von Familien. Keine Familie darf wegen der sexuellen und geschlechtlichen Identität eines ihrer Mitglieder diskriminiert werden. In einer modernen Familienpolitik bedarf es daher rechtlicher Gleichstellung und der Weiterentwicklung des Familienrechts, um diese Familienvielfalt rechtlich anzuerkennen und damit auch das Wohl des Kindes abzusichern. Daher war ein weiteres Schwerpunktthema des Verbandes die Verabschiedung des LSVD-Positionspapiers "Regenbogenfamilien im Recht".

Dienstag, 02 Mai 2017 12:32

Nationales Zentrum für Frühe Hilfen

"Gemeinsam stark für Familien“ lautete das Thema einer Kooperationstagung, zu der das Nationale Zentrum für Frühe Hilfen (NZFH) und die Bundesarbeitsgemeinschaft Gesundheit & Frühe Hilfen (BAG) Ende 2016 eingeladen hatten. Elf Institutionen und Verbände aus dem Gesundheitswesen und der Kinder- und Jugendhilfe mit mehr als 230 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren dabei. NZFH hat die Dokumentation der Tagung in Filmen, Fotos und Texten in seinem Newsletter veröffentlicht: Zu sehen und nachzulesen sind u.a. die VideoMitschnitte der drei Fachvorträge, ein Film, in dem die Eltern zu Wort kommen sowie die Zusammenfassungen der Podiumsdiskussion und Workshops. Abgerundet wird die Dokumentation durch Videostatements der Vorsitzenden, Vorstände und Präsidenten der an der Tagung beteiligten Fachgesellschaften, Organisationen und Verbände.

Am 14. Mai 2017 wird der künftige nordrhein-westfälische Landtag gewählt und  damit die politische Richtung in den kommenden fünf Jahren bestimmt.

Unter dem Motto „Gemeinsam. Sozial. Für NRW.“ haben die Wohlfahrtsverbände in NRW gemeinsam sozialpolitische Positionen und Forderungen zur Diskussion gestellt. Die Sozialpolitik in NRW hat direkte Auswirkung auf die Freie Wohlfahrtspflege und auf die Unterstützung, die die Menschen in den sozialen Einrichtungen, Diensten und Initiativen bekommen.

Der Paritätische NRW hat sich in die Wahlprüfsteine der LAG der Freien Wohlfahrtspflege aktiv eingebracht. Damit der gesellschaftliche Zusammenhalt Bestand hat, muss die Politik aus unserer Sicht verstärkt Armut bekämpfen, für mehr Chancengerechtigkeit sorgen, allen Menschen in NRW gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen und Hilfe zur Selbsthilfe fördern. Nur so können wir auch dem wachsenden Rechtspopulismus wirksam begegnen.

Über diese gemeinsamen Positionen hinaus hat der Paritätische NRW eigene spezifische Wahlprüfsteine zu den Themen Migration, Frauen und Mädchen, Schulsozialarbeit und LSBTTI* entwickelt.

Die Prüfsteine zur NRW-Landtagswahl  finden Sie auf den Internetseiten des Paritätischen NRW.

Über Wahlperioden in den Ländern und im Bund hinweg einen den Paritätischen die Handlungsprinzipien der Toleranz, Offenheit und Vielfalt sowie der Gleichwertigkeit von Ungleichem. Sie - unsere Mitgliedsorganisationen - wollen wir ermutigen, sich mit uns als Teil der Zivilgesellschaft gegen Demokratiefeindlichkeit und Rechtspopulismus zu stellen. Wir senden Ihnen deshalb auf dem Postweg Materialien zu, mit denen Sie sich sichtbar mit dem Ziel einer offenen Gesellschaft verbinden können. Hintergründe, Argumentationshilfen und Fakten gegen rechtspopulistische Vorurteile haben der Gesamtverband und die Landesverbände des Paritätischen für Sie auf der Internetseite www.vielfalt-ohne-alternative.de zusammengestellt. Auch dazu haben wir als Paritätischer NRW intensiv beigetragen.

Wir laden Sie darüber hinaus herzlich ein, aktuellen Entwicklungen zur Landtagswahl auf unserer Facebook-Seite www.facebook.com/ParitaetNRW zu folgen.

Vielfalt ist für uns ohne Alternative!

Donnerstag, 27 April 2017 13:10

Auch Geflüchtete haben ein Recht auf Familie!

Berlin, 26.04.2017 – Die heutige Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Familienorganisationen (AGF) appelliert eindringlich an den Gesetzgeber die Einheit der Familie auch für Geflüchtete sicherzustellen. Mit Blick auf die morgige Sitzung des Bundestages, bei der ein entsprechender Antrag der Oppositionsfraktionen behandelt werden soll, fordern die Verbände, die Einschränkung des Familiennachzugs für Menschen mit subsidiärem Schutz rückgängig zu machen.

„Der Zusammenhalt von Familien muss geschützt und gestärkt werden, dieses Recht gilt auch für geflüchtete Menschen. Es ist nicht akzeptabel, dass der Familiennachzug als Steuerungsinstrument zur Begrenzung von Flüchtlingszahlen genutzt wird“, erklärt Stefan Becker, Vorsitzender der AGF.

Seit dem Asylpaket II gilt für Geflüchtete, die subsidiären Schutz erhalten, eine zweijährige Wartefrist für den Familiennachzug. In der Praxis kommen häufig weitere Wartezeiten für Termine bei Botschaften und Visa hinzu, so dass sich die Zeit bis zur tatsächlichen Familienzusammenführung weit über die gesetzliche Aussetzungsfrist erstreckt. Seit Einführung der Wartefrist hat sich die Zahl der Geflüchteten, die nur einen subsidiären Schutz erhalten, stark erhöht. Während im Jahr 2015 nur eine kleine Minderheit diesen geringeren Schutzstatus erhielt, war dies im Jahr 2016 bereits jeder fünfte anerkannte Geflüchtete. Doch auch subsidiär Schutzberechtigte fliehen vor Krieg oder Folter und können daher meist auf längere Zeit nicht zu ihren Familien zurückkehren, denen oft ebenfalls Gefahr droht. In der Folge versuchen Frauen und Kinder zunehmend über gefährliche Fluchtwege nachzukommen. Die AGF fordert daher ein uneingeschränktes Ehe- und Familienleben auch für Geflüchtete mit subsidiärem Schutz.

Aktuelle Pläne der CDU/CSU, die Wartefrist sogar über das Frühjahr 2018 hinaus zu verlängern, lehnen die Familienorganisationen ab. „Restriktionen verstärken eine ablehnende Haltung gegenüber geflüchteten Menschen. Integration gelingt besser, wenn die Geflüchteten nicht in ständiger Angst um ihre Familien sind. Wie ernst es den Parteien wirklich mit einer besseren Politik für Familien ist, zeigt sich eben auch am Umgang mit den Familien von Geflüchteten“, fasst Stefan Becker die Kritik der Familienverbände zusammen.

Das Recht auf Familiennachzug für subsidiär Schutzberechtigte war erst im August 2015 auf Grundlage einer EU-Richtlinie zur Anerkennung von international Schutzbedürftigen eingeführt worden. Nachziehen dürfen der/die Ehepartner/in und minderjährige Kinder sowie, bereits vor der Neuregelung, die Eltern geflüchteter Minderjähriger.

 

PRESSEDIENST: 04. April 2017                              DFVLogo Standard

 

Logo Wahlrecht(Berlin). Kinderrechte sind ein wichtiges Gut unserer Demokratie. „Vor 25 Jahren trat die Kinderrechtskonvention in Deutschland in Kraft – doch nun gilt es, den Kindern mehr Mitbestimmungsrechte einzuräumen“, fordert der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Familienverbandes, Sebastian Heimann. Die Kinderrechtskonvention stellt heraus, dass die Meinungen von Kindern wichtig sind und angehört werden müssen, bevor zum Beispiel Parlamente, Gerichte oder Ämter zu Entscheidungen kommen, die Kinder betreffen. Auf politischer Ebene jedoch geraten die Interessen von Kindern und Jugendlichen immer stärker in den Hintergrund.

Artikel 12 der Kinderrechtskonvention zum Beispiel gesteht Kindern das Recht auf freie Meinungsäußerung zu. Sie dürfen demonstrieren und tun es auch - zum Beispiel für Umweltschutz, Nachhaltigkeit oder mehr Toleranz. „Am Wahltag allerdings hält man Kinder und Jugendliche für zu wenig politisch gebildet, um eine Entscheidung zu treffen“, kritisiert Heimann. „Denn wahlberechtigt ist ein Bundesbürger bisher erst, wenn er 18 Jahre alt ist.“

Der Deutsche Familienverband will das ändern – gemeinsam mit vielen prominenten Unterstützern. Die Kampagne „Nur wer wählt, zählt!“ setzt sich für ein Wahlrecht ab Geburt ein. Kinder bekommen damit eine Stimme, die sie abgeben können, sobald sie sich selbstständig ins Wählerverzeichnis eintragen. Bis dahin vertreten Eltern treuhänderisch die Interessen ihrer Kinder. Konsequenzen aus politischen Entscheidungen – etwa in Bildung, Betreuung, Chancengleichheit, Nachhaltigkeit und Umweltschutz  spüren Minderjährige genauso wie Erwachsene. Doch ihre Chance, hier etwas mitzubewegen und unsere Gemeinschaft in zukunftsfeste Bahnen zu lenken, liegt bisher praktisch bei Null.

„Die Kinderrechtskonvention umzusetzen war ein wichtiger Schritt“, unterstreicht der DFV-Bundesgeschäftsführer. „Doch jetzt geht es um den nächsten: Wagen wir mehr Demokratie! Kinder werden am längsten mit den Folgen der heutigen politischen Entscheidungen konfrontiert sein. Sie müssen die Chance zur Mitbestimmung bekommen – im Interesse ihrer und unserer Zukunft!“

 

Der Deutsche Familienverband ist die größte parteiunabhängige, überkonfessionelle und mitgliedergetragene Interessenvertretung der Familien in Deutschland.

 

Deutscher Familienverband e.V. • Bundesgeschäftsstelle • Herausgeber: Bundesgeschäftsführer Sebastian Heimann
Seelingstr. 58 • 14059 Berlin • Tel: 030 - 30 88 29 60
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Migrationspädagogik und Rassismuskritik erscheinen vielleicht auf den ersten Blick abstrakt. Die vorliegende Broschüre will diese Begriffe mit Leben füllen und zeigen, dass eine migrationspädagogische und rassismuskritische Praxis umsetzbar ist. Sie soll Mut machen und inspirieren, die eigene Praxis zu reflektieren und weiterzuentwickeln, um adäquate pädagogische Angebote für Kinder und Jugendliche in der Migrationsgesellschaft anbieten zu können. Dazu gehört es, sowohl ein Bewusstsein für die Bedeutung von Rassismus in der alltäglichen pädagogischen Praxis zu entwickeln als auch institutionelle Strukturen zu verändern.

Den Kern der vorliegenden Broschüre bilden die Darstellungen der insgesamt 21 Praxisprojekte ab, die sechs inhaltliche Schwerpunkte einer rassismuskritischen Arbeit in den Vordergrund stellen: Kinder und Jugendliche als Zielgruppe, Empowerment von Jugendlichen, Sensibilisierung von Jugendlichen für Rassismus und Antisemitismus, institutionelle Strukturen schaffen und verändern, Vernetzung und Qualifizierung. Die hier dokumentierten Projekte zeigen die Vielfalt und Kre¬a¬tivität migrationspädagogischer sowie rassismus- und antisemitismuskritischer Kin-der- und Jugendarbeit: Pädagogische Settings und Strukturen der unterschiedlichen Einrichtungen, in denen eine Auseinandersetzung mit strukturellem, institutionellem und alltäglichem Rassismus und Antisemitismus sowie mit Strategien des Empowerments ermöglicht wird.

Neben der Abbildung der Praxisprojekte werden in dem Beitrag Gelingensbedingungen einer rassismuskritischen und migrationspädagogischen Kinder- und Jugendarbeit Voraussetzungen und Rahmenbedingungen einer angemessenen Kinder und Jugendarbeit, wie sie von den Akteur_innen der präsentierten Projekte benannt wurden, in den Blick genommen. Die Projektverantwortlichen wurden danach gefragt, welche Bedingungen die erfolgreiche Umsetzung der Projekte möglich gemacht haben und wo sie Stolpersteine und Herausforderungen sehen.

Die Publikation kann bei IDA-NRW gegen eine Versandkostenpauschale von 3,00 Euro zuzüglich der gewichtsabhängigen Portokosten www.ida-nrw.de/publikationen/bestellformular/  bestellt werden.

 

 

Der Verband allein erziehender Mütter und Väter, Landesverband Nordrhein-Westfalen (VAMV NRW) hat jetzt mit Unterstützung des NRW-Familienministeriums eine Motivationskampagne zur Vernetzung Alleinerziehender gestartet.Wir als Deutscher Familienverband NRW e.V. unterstützen dieses Vorhaben ausdrücklich.

Herzstück der Kampagne ist das „Workbook für Alleinerziehende Netzwerker*innen“. Es leitet Alleinerziehende Schritt-für-Schritt durch den Vernetzungsprozess. Dabei werden die Potenziale Sozialer Medien in den Blick genommen. Praxisbeispiele, Übungen und Checklisten zeigen, wie über Facebook ein nachhaltiges Netzwerk mit Gleichgesinnten vor Ort aufgebaut werden kann. Das Workbook kann kostenfrei beim VAMV NRW bestellt werden.

Zusätzlich bietet ein Motivationsfilm, der über YouTube und Facebook verbreitet wird, Einblick in die Vernetzungserfahrung einer lokalen Gruppe. Er zeigt in zweieinhalb Minuten, was Alleinerziehende bewegt, sich zusammenzutun und welche Vorteile sie für sich daraus ziehen. Die Botschaft des Films: Es geht! Wichtig ist es, anzufangen.

In NRW leben etwa 600.000 Alleinerziehende. Für viele von ihnen brechen durch die Trennung vorhandene Netzwerke weg. Sie fühlen sich in ihrer Situation als Alleinerziehende alleingelassen, stigmatisiert und ausgeschlossen. Über Vernetzung mit Gleichgesinnten gewinnen sie stärkende Perspektiven auf ihre Situation und entwickeln ein neues Selbstbewusstsein. Mehr noch: Sie werden durch den Zusammenschluss als Familien sichtbar und können sich und ihren Belangen gemeinsam Gehör verschaffen.

Link zum YouTube Video:

https://www.youtube.com/watch?v=3tFq9l42Zl0

Link zur Kampagnenseite des VAMV NRW:
http://www.vamv-nrw.de/cms/Allein_erziehen_in_NRW/artikel/Kampagne_VernetztEuch:_Gemeinsam_statt_einsam._~769

Link zur Facebook Seite des VAMV NRW:

https://www.facebook.com/vamvnrw/

Ansprechpartnerin beim VAMV NRW und Bestellung des Workbooks ist:
Elena Fronk, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel. 0201 82774-72

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