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Deutscher Familienverband

Landesverband NRW e.V.

Eric Winnen

langsam rückt der Bundestagswahlkampf näher. Und schon in Kürze wird im Saarland und in Nordrhein-Westfalen gewählt. Es wird Zeit, die Veröffentlichung unserer Petition vorzubereiten. Wir wollen sie am 1. Juni vor dem Reichstagsgebäude übergeben.

Damit wir mit unserer Petition wirklich Druck machen können, müssen wir noch einmal deutlich für die Unterzeichnung werben. Weniger als 10.000 Unterzeichnende sind nicht genug! Darum möchte ich Sie und Euch noch einmal um Hilfe bitten: sprechen Sie die Menschen, die sie täglich sehen und mit denen Sie sich austauschen, an! Bitten Sie sie, jetzt zu unterzeichnen! Denn je mehr Personen mitgezeichnet haben, desto klarer ist die Botschaft: Kinderarmut in Deutschland darf im Wahlkampf und in der Politikgestaltung nicht weiter ignoriert werden!

Wenn Sie unsere Petition weiter unterstützen wollen, helfen Sie mit, sie zu verbreiten: Senden Sie den Link zur Petition an Ihre Freund/innen und Bekannte!

https://weact.campact.de/petitions/keine-ausreden-mehr-armut-von-kindern-und-jugendlichen-endlich-bekampfen

 Suchen Sie noch nach weiteren Argumenten für unsere Petition? Sie finden sie hier:

https://blog.campact.de/2017/02/so-koennte-kinderarmut-erfolgreich-bekaempft-werden

Vielen Dank!

Bildungs- und familienpolitische Konzepte sind – mindestens für Eltern in NRW- von zentraler Bedeutung für ihre Wahlentscheidungen.

Herausragend an der Jako-o Bildungsstudie NRW 2017 ist die offenbar sehr positive Haltung der Eltern zu den großen aktuellen Bildungsaufgaben in NRW, Inklusion und Integration.

Nahezu alle befragten Eltern befürworten die Inklusion behinderter SchülerInnen in Regelschulen. Ein großer Teil möchte sogar, dass die Maßnahmen zur Umsetzung der Inklusion an Schulen in NRW beschleunigt werden.

Die meisten Eltern bestätigen, dass an den Schulen, die ihre Kinder besuchen, Flüchtlinge unterrichtet werden. Für diese Arbeit wünschen sich die Eltern eine Aufstockung der Lehrer; knapp die Hälfte erachtet sogar die derzeitigen Maßnahmen in NRW hierzu als nicht ausreichend. Über 80% sehen in der Integration von Flüchtlingskindern keine Einschränkungen für den erfolgreichen Schulbesuch ihrer eigenen Kinder.

Das Ergebnis der Studie belegt hier die große Solidarität der Elternschaft in NRW mit allen schwächeren und benachteiligten SchülerInnen.

Nicht bescheinigen können die Eltern der nordrheinwestfälischen Landesregierung Chancengleichheit für alle Kinder und Jugendlichen. Hier muss Vieles besser werden, damit Bildungsverläufe nicht von vorne herein durch prägende Nachteile belastet bleiben.

Nach Ansicht des Deutschen Familienverbandes NRW e.V. ist in diesem Zusammenhang die deutliche Forderung der Eltern nach mehr Ganztagsschulen zu sehen. Verlässliche Ganztagsschulen, die der Studie zufolge verstärkt gewünscht sind, können ebenso zu mehr Chancengleichheit beitragen wie die bessere bauliche und technische Ausstattung der Schulen, insbesondere in Städten und Gemeinden mit prekärer Haushaltslage und auch eine wirkliche Lehr- und Lernmittelfreiheit für alle SchülerInnen.

In der viel diskutierten Frage, Gymnasium mit G8 oder G9 zeigt die Studie eine Veränderung der bisher allgemein überwiegend ablehnenden Haltung der Eltern, hin zu einer Befürwortung offener Regelungen, die entweder schulweise oder auch individuell für jede Schülerin und jeden Schüler beide Möglichkeiten anbieten können.

 

Alle Infos bezüglich der Studie finden Sie im Übrigen in Form einer PDF-Datei, wenn Sie hier klicken.

Renate Schmidt Foto  Riese klein(Berlin) Die neue Kampagne des Deutschen Familienverbandes ist gestartet: „Nur wer wählt, zählt!“ macht sich für ein Wahlrecht ab Geburt stark. „Bisher bleiben 13 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ohne Gehör, wenn es um Mitbestimmung in unserem Land geht“, kritisiert die Schirmherrin der Kampagne, Renate Schmidt, anlässlich des bundesweiten Kampagnenstarts.

„Immer weniger junge Menschen stehen heute immer mehr älteren und wahlberechtigten Menschen gegenüber – die Interessen der Jüngsten dürfen nicht länger unter den Tisch fallen!“ Artikel 20 Grundgesetz gibt vor, dass „alle Staatsgewalt vom Volke“ ausgeht. Zum Volk gehören Kinder wie Erwachsene.

Doch an der Wahlurne endet bisher eines der wichtigsten Grundrechte. Denn laut Artikel 38 Grundgesetz darf nur wählen, wer das 18. Lebensjahr vollendet hat. „Dieser Widerspruch muss endlich beseitigt werden“, fordert die Bundesfamilienministerin a.D. und frühere DFV-Präsidentin Renate Schmidt. „Mit unserer Kampagne wollen wir Kindern – und damit der Zukunft – endlich eine Stimme geben!“

Bisher können allein ihre Eltern mit dem Kreuz auf dem Wahlzettel versuchen, die Politik in Richtung Nachhaltigkeit und Familiengerechtigkeit zu lenken. Kinder und Jugendliche dürfen heute zwar Aktien kaufen, Großunternehmen besitzen und Steuern zahlen – vertreten durch ihre Eltern. Doch von der politischen Mitwirkung sind sie ausgeschlossen. Ein Wahlrecht ab Geburt soll das ändern. Denn nur wer wählt, zählt!

Logo Wahlrecht„Damit Kinder sich an den demokratischen Prozessen beteiligen können, brauchen sie in ganz jungen Jahren Treuhänder, die stellvertretend ihr Wahlrecht wahrnehmen“, unterstreicht Schmidt. „Wie in allen anderen Belangen sind das ihre Eltern. Sobald ihr Interesse und ihr Wunsch zur politischen Teilhabe groß genug sind, können sie sich ins Wählerverzeichnis eintragen lassen und das Treuhänderwahlrecht der Eltern erlischt.“ Voraussetzung ist nicht nur die Sensibilisierung für Politik durch Mutter und Vater, sondern auch ein guter und informativer Politik-Unterricht in der Schule. Beides bereitet die Kinder auf ihr Recht zu wählen und mitzubestimmen vor.

Die Idee, jungen Menschen Gestaltungsmöglichkeiten und Verantwortung zu übertragen, hat viele prominente Unterstützer:

  • Renate Schmidt, Bundesfamilienministerin a.D. (SPD) und Schirmherrin der Kampagne
  • Wolfgang Thierse, Bundestagspräsident a.D. (SPD)
  • Dr. Hermann Otto Solms, Bundestagsvizepräsident a.D. (FDP)
  • Dr. Klaus Zeh, Minister a.D. (DFV-Präsident)
  • Ingrid Arndt-Brauer, MdB (SPD)
  • Swen Schulz, MdB (SPD)
  • Thomas Silberhorn, MdB (CSU)
  • Peter Patt, MdL (CDU)
  • Alexander Schoch, MdL (Bündnis 90/Die Grünen)
  • Paul Ziemiak, JU-Vorsitzender (CDU)
  • Arne Gericke, MdEP (Familienpartei)
  • Dr. Lore Maria Peschel-Gutzeit, Justizsenatorin a.D. (SPD)
  • Markus Löning, MdB a.D. (FDP)
  • Steffen Reiche, MdB a.D. (SPD)
  • Hellmut Königshaus, MdB a.D. (FDP)
  • Cornelia Pieper, MdB a.D. (FDP)
  • Angelika Brunkhorst, MdB a.D. (FDP)
  • Dr. Albin Nees, Staatssekretär a.D. (CDU)
  • Prof. Dr. Klaus Hurrelmann (Hertie School of Governance)
  • Prof. Dr. Kurt-Peter Merk (Hochschule Koblenz)
  • Prof. Dr. Hermann Heußner (Fachhochschule Osnabrück)
  • Prof. Dr. Herwig Birg (Universität Bielefeld)
  • Dr. Axel Adrian (Jurist)
  • Wolfgang Gründinger (Sprecher der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen)

Weitere Informationen finden Sie auf der Kampagnen-Seite „Wahlrecht ab Geburt – Nur wer wählt, zählt!“: www.wahlrecht.jetzt

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